Tage und Zeichen
"Andere schreiben Tagebuch. Ich male."
Über mehrere Jahre hinweg – intensiv zwischen 2020 und 2025 – entstanden großformatige Blätter, A1, wie tägliche Aufzeichnungen. Keine Studien, keine vorbereiteten Arbeiten. Eher Spuren. Zeichen. Momentaufnahmen eines körperlich energetischen Zustands.
Jedes Blatt trägt ein Datum. Keinen Titel. Keine Geschichte.
Diese persönlichen Aufzeichnungen bleiben intim – und wollen doch geteilt werden, woraus das vorliegende Projekt entstand: "Tage und Zeichen"
Als hochwertiger Kunstdruck wird dies auf elegante Weise möglich. Der Maßstab ist individuell wählbar, je nach räumlicher Situation anpassbar. Das Motiv tritt in Beziehung, und der eigene Raum beginnt sich zu verändern sobald es im eigenen Raum erscheint. Raumbeziehungen und Beziehungsräume beginnen zu kommunizieren. Präsenz wird präsent.
Was sich an einem Tag zeigt, wird sichtbar. Unmittelbare Gegenwart. Ereignis. Resonanzraum. Die Blätter entstehen aus der Nähe zum atmosphärischen Moment. Aus einer Aufmerksamkeit, einer Leere, die zulässt im Vergessen. Ein Tag – ein Blatt. Ein Zustand – was bleibt: eine Spur, die spricht.
Es ein ein Kreisen, ein Wiederkehren. Ein immer neues Ansetzen im selben Jetztraum, somit Sammlung auf das Wesentliche. Zeit löst sich auf zu Gunsten einer spürenden Offenheit.
Das tägliche Setzen, das Festhalten im Moment, tritt zurück zugunsten einer anderen Bewegung – offener, weiter, weniger gebunden an den Rhythmus des Tages. In diesem Sinne sind diese Arbeiten weder Vorbereitung noch Abschluss. Sie sind Beziehungsräume und Raumbeziehungen zugleich.

