Gregor Stehle
Gregor Stehle lebt und arbeitet im Chiemgau. Er bewegt sich in den Bereichen Malerei, Installation, Skulptur und Fotografie. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie Raum entsteht – nicht als architektonische Größe, sondern als Beziehung zwischen Körper, Wahrnehmung, Atmosphäre und Gegenwärtigkeit. Seine Arbeiten verweisen nicht auf etwas außerhalb ihrer selbst. Sie erzählen keine Geschichten und illustrieren keine Ideen. Farbe, Leere, Material und Geste treten in Beziehung und eröffnen einen Raum eigener Erfahrung.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die fortlaufende Werkreihe Tage und Zeichen. Über Jahre hinweg entstanden datierte Blätter im Format A1. Nicht als Tagebuch, sondern als Spuren gelebter Gegenwärtigkeit. Jedes Blatt entsteht aus der Begegnung mit einem Tag, einer Stimmung, einer Atmosphäre und der Offenheit dessen, was sich zeigen möchte. Stehles Arbeiten bewegen sich zwischen Reduktion und Präsenz. Sie suchen nicht das Spektakuläre, sondern das Unmittelbare. Nicht das Bild als Abbild, sondern das Bild als Ereignis.
Seine Werke wurden in Galerien, Museen und institutionellen Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Finnland, Japan, den USA und weiteren Ländern gezeigt und befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen. Kunst versteht Gregor Stehle als eine Form der Erkenntnis. Nicht als Erklärung der Welt, sondern als Möglichkeit, in ihr gegenwärtig zu sein.

Gregor Stehle 2026, Galerie konsum163, München

