Künstlerische Position
"Das große Bild hat keine Form.“
Meine Arbeiten entstehen aus der Beobachtung, dass Wahrnehmung nie nur aus dem besteht, was wir sehen. Farbe, Linie, Leere, Material, Licht, Raum und Betrachter treten in Beziehung zueinander. Das Bild ist für mich kein Objekt, sondern ein Ort, an dem diese Beziehungen sichtbar werden.

Ich arbeite ohne festgelegtes Motiv. Morgens hängt ein weißes Blatt an der Wand. Abends ist es fertig. Oder eben auch nicht. Die Arbeiten der Serie Tage und Zeichen entstehen aus diesem täglichen Prozess der Aufmerksamkeit. Jedes Blatt steht für sich und verweist zugleich auf etwas, das größer ist als es selbst.
Mich interessiert weniger das abgeschlossene Werk als der Moment seines Erscheinens. Knicke, Flecken, Risse und Arbeitsspuren bleiben sichtbar. Das Material bleibt Material. Die Malerei bleibt Material.
Das große Bild erscheint nicht als fertige Form. Es entsteht im Dazwischen – zwischen Werk, Raum und Betrachter.
„Ich setze etwas in die Fläche, und der Raum beginnt, mich zu denken.“

